Buddy

Buddy *2018

Der vierjährige kastrierte Cattlerüde Buddy war vor ca. einem Jahr, nach einem Beißvorfall beim alten Besitzer, schon einmal auf der Suche nach einem Zuhause. Gemeldet hat sich ein junges Pärchen, das vor einiger Zeit bereits einen „Problem“-Cattle aufgenommen hatte, diesen aber aufgrund seiner gesundheitlichen Leiden viel zu früh gehen lassen musste. Aufgrund der Beschreibung des alten Besitzers wagten sie den Schritt und nahmen Buddy auf. Innerhalb der Kennlern- und Eingewöhnungsphase zeigten sich jedoch noch mehr Baustellen. Gut möglich, dass durch den Tapetenwechsel diese erstmals zum Vorschein kamen. Schnell war den Beiden klar, ohne Hilfe eines Trainers kriegen sie die Probleme nicht unter Kontrolle. Nach langer Suche wurde dann der passende Trainer gefunden. Zusammen mit ihm konnten einige Erfolge gefeiert werden. Buddy reagiert super auf Belohnung mit Futter und ist sehr gelehrig.

Nun ist es so, dass die jetzige Familie im Mai Nachwuchs bekommen hat. Vor der Geburt war natürlich (auch neben dem Bauernhof) viel Zeit fürs Training und man hoffte, dass die verbleibende Zeit bis zur Geburt des Kindes reichen würden um die Hauptprobleme zumindest auf ein Alltagstaugliches Level zu reduzieren. Leider war das nicht der Fall. Seit Monaten spielt man nun mit dem Gedanken der Abgabe, da nun einfach die Zeit für ein solch ausgeprägtes Training fehlt und es mit Baby auf dem Arm auch schwierig ist Buddy zu korrigieren.

Dies hat er längst erkannt und nutzt seine Gelegenheiten aus. Seine Probleme sind: *Fremde Personen: Nach langer Übungsphase ist es nun möglich, dass sich einige enge Familienmitglieder frei in der Wohnung bewegen können und auch selbstständig durch die Haustüre kommen „dürfen“. Diese können bei ihm auch manche Kommandos abrufen, ihn streicheln und mit ihm Gassi gehen. Buddy hat jedoch bei allen Personen, außer im Alltag mit der Familie, einen Maulkorb an. Diesen akzeptiert er und er scheint ihn nicht sonderlich zu stören. *Haustüre: Derzeit ist sein Plätzchen im Gang. Der Familie ist klar, dass das nicht der ideale Ort ist, da er von dort aus die Haustüre ständig kontrollieren kann. Jedoch ist ein anderer Ort nicht möglich, da er dann z.B. im Wohnzimmer über das Sofa ans Fenster neben der Türe springt. Alleine und mit Baby auf dem Arm ist es somit unmöglich die Haustüre zu öffnen und Buddy zu kontrollieren. Aus Verzweiflung wird er somit derzeit oft aus der Situation genommen. Die Personen können rein kommen und Buddy darf dann wieder in den Gang (jedoch mit einem Kindergitter vom Wohnbereich abgetrennt).

Bewegte Gegenstände z.B. Fahrrad / Auto / Tiere: Durch das Training hat sich sein Verhalten schon sehr gebessert, manchmal gibt es aber auch Rückschläge. Fahrradfahrer würde er im Freilauf angreifen, Autos hinterher rennen und Tieren auch. Zum Glück ist es noch nie soweit gekommen, wodurch nicht 100 prozentig gesagt werden kann, ob er dann auch zubeißt. Die Hofkatzen jedoch stellen überhaupt kein Problem dar, dürfen jedoch auch nicht ins Haus.

Jeder der das ließt wird total abgeschreckt sein und sich vielleicht auch denken, dass Buddy ein hoffnungsloser Fall ist. Die Familie kann jedoch sagen, dass dies nicht so ist. Buddy ist im alltäglichen Leben mit der Familie (nur die engen und keine fremden Personen) ein riesiger Schatz. Er ist lieb, sehr kuschelbedürfig, zwar ein kleiner Trampel und ein kleiner Kaspar, aber einfach ein Hund zum lieb haben. Die jetztigen Besitzer hadern seit Monaten mit sich, aber Buddy ist derzeit einfach ein Hund mit zwei Gesichtern und stellenweise unberechenbar. Er braucht jemanden, der bereit ist 24 Stunden konsequent zu sein und auch die Zeit dafür hat. Man darf ihm nichts durchgehen lassen. Er ist sehr schlau und findet dann sofort ein Schlupfloch für seine alten Gewohnheiten.

Buddy kann alleine gelassen werden, jedoch ist er derzeit dann im Gang untergebracht, wo er nichts kaputt machen könnte bzw. kein Fenster erreicht. Beim Gehen bellt er kurz an der Türe und legt sich dann aber wieder auf seinen Platz. Im neuen Zuhause sollten, auch wenn mit dem Baby derzeit alles klappt, keine Kinder sein. Einfach um sich nur auf Buddy konzentrieren zu können. Bei anderen Hunden entscheidet die Sympathie (beim Vorbesitzer lebte ein Zweithund, bei den jetzigen Besitzern hatte er keinen Kontakt zu Hunden außer beim Vorbeigehen an der Leine). Hier sollte evtl. gleich ein Trainer für das Zusammentreffen geholt werden. Buddy ist sehr territorial und hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Super wäre, wenn sich jemand im Umkreis der jetzigen Familie finden würde. Dann könnten sie helfen und auch der jetzige Trainer könnte weiter mit ihm arbeiten, wenn das gewünscht wäre. Trainer und Buddy sind ein super Team und es hat lange gedauert bis der passende Trainer gefunden wurde. Buddy wohnt im Regierungsbezirk Stuttgart an der Grenze zu Bayern.

Über Buddy gibt es so viel zu erzählen, doch hier machen wir mal Schluss und bei Fragen kann sich gerne gemeldet werden. Buddy hat ein endgültiges Zuhause in dem er genauso geliebt wird verdient. Wichtig ist nur, Buddy muss im neuen Zuhause Zeit haben sich zu ändern und zu verbessern. Sollte es nach kurzer Zeit für Interessenten unmöglich sein Buddy zu behalten, wird er wieder zurückgenommen. Deshalb erfolgt die Abgabe nur gegen Schutzvertrag. Bei Interesse melden Sie sich bitte per PN bei ACD in Not oder per Mail an info@acdinnot.de.

Der Vermittlungshund ist dem Team ACD in Not e. V. nicht persönlich bekannt. Die Beschreibung basiert auf den Angaben von den Besitzern, der Pflegestelle oder dem Tierheim. Die Beschreibung ist somit ohne Gewähr.

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